Anmerkungen zum Kommuniqué vom 18. August 2020 des Bürgermeisters von Trinità d’Agultu.

Remarks on the press release of the Mayor of the Municipality of Trinità’s Agultu of 18 August 2020.
25 agosto 2020
Notizie in breve 5 settembre 2020
5 settembre 2020

Anmerkungen zum Kommuniqué vom 18. August 2020 des Bürgermeisters von Trinità d’Agultu.

                Wir wundern uns, dass der Bürgermeister erst jetzt die sehr kompromittierte Situation zur Kenntnis nimmt, in der sich der vielleicht wichtigste Teil des Gemeindegebietes befindet, der ein Gesamtbauvolumen von mehr als 500.000 Kubikmetern umfasst und einen bedeutenden Beitrag zur gesamten Wirtschaft der Gemeinde leistet. Die Parzellierung des Gebietes der Costa Paradiso begann bereits 1967 (vor dreiundfünfzig Jahren!!!) und ist bis heute nicht abgeschlossen, obwohl die jetzt geltende Gesetzgebung zu einer Konfliktsituation mit den aktuellen Gegebenheiten, insbesondere hinsichtlich des Wasser- und Abwassersystems, geführt hat.

                In der Zwischenzeit hat sich der Urheber der Parzellierung verflüchtigt; das Bauamt der Gemeinde hat weiterhin Baugenehmigungen erteilt, ohne Beiträge für die noch fehlende Infrastruktur zu berechnen. So ist im Laufe der Jahrzehnte ein Wohngebiet gewachsen, das für das Einkommen der Gemeinde und für die Wirtschaft des gesamten Umfeldes von großer Bedeutung ist. Hinsichtlich der Wasser- und Abwassersituation befindet sich jedoch das Wohngebiet in einem äußerst prekären Zustand.  Die Gemeinschaft Costa Paradiso, ein nicht eingetragener Verein, setzt sich aus den Eigentümern der Immobilien zusammen. In all diesen Jahren hat die Gemeinschaft CP die hohen Kosten für die Instandhaltung der Straßen, sowie für Betrieb und Wartung der Wasser-Versorgung und Abwasser-Entsorgung vollständig getragen: in einem Zustand der fragwürdigen Legalität.

                Der derzeitige Vorstand hat seit seiner Wahl im März 2017 mit Nachdruck versucht, eine Lösung mit den zuständigen öffentlichen Behörden zu erarbeiten: die Überführung der bestehenden Infrastruktur in die öffentliche Hand, um alle die zu ergreifenden Folgemaßnahmen im Rahmen und im Einklang mit der geltenden Gesetzgebung umzusetzen.

                Neben einem Antrag  an dem TAR (sardisches regionalen Verwaltungsgericht), der die Übernahme  der bestehenden Infrastruktur durch die Gemeinde Trinita` forderte, fanden in den letzten Jahren zahlreiche Treffen mit der Gemeindeverwaltung selbst, mit Egas und mit Abbanoa statt, um die notwendigen Schritte zu vereinbaren.

                Mehrmals glaubte man - angesichts der von EGAS und Abbanoa gezeigten Bereitschaft - der Lösung näher gekommen zu sein aufgrund der Verpflichtung der Gemeindeverwaltung, die Übernahme der bestehenden Infrastruktur in die Wege zu leiten. Dieser Verpflichtung ist jedoch die Gemeindeverwaltung bis heute nicht nachgekommen.

                In der Absicht, kurzfristig und pragmatisch zu einer einvernehmlichen Lösung zu gelangen, hat der Vorstand vorgeschlagen, in der Jahreshauptversammlung die Eigentümer bezüglich der Übernahme der Kosten für die Fertigstellung der Kläranlage abstimmen zu lassen. Der entsprechende Plan von Ing. Attilio Savi ist bereits Eigentum der Gemeinschaft CP. Auf diesen Vorschlag ist bislang keine Reaktion erfolgt.

Die obige Zusammenfassung der Fakten war notwendig. Zurück zu der Erklärung des Bürgermeisters, die der Vorstand mit großem Interesse liest. Der Vorstand begrüßt - unter den unten angegebenen Bedingungen - das von dem Bürgermeister vorgeschlagene Aktionsprogramm:

- Übernahme durch die Gemeinde Trinita` der Verantwortung für Straßen und Parkplätze auf dem Gebiet CP mit allen Standards, so wie in den Zuteilungsvereinbarungen (Parzellierung) vorgesehen;

 - Vorbereitung des bestehenden Wasser- und Abwassersystems für dessen Übernahme durch die Gemeindeverwaltung und gleichzeitige Übergabe an die Behörden Egas und Abbanoa;

Es sei darauf hingewiesen, dass letzterer Punkt von Egas und Abbanoa wiederholt gefordert wurde, jedoch von der Gemeindeverwaltung Trinita` nie umgesetzt wurde. Aus dem Kommuniqué geht nicht hervor, in welchem Zeitrahmen die Gemeindeverwaltung beabsichtigt die Übernahme umzusetzen.  Wir sind der Auffassung, dass die geäußerten Absichten nicht - wie bereits in Vergangenheit geschehen - dazu benutzt werden sollen, um einen weiteren Aufschub der anstehenden Entscheidung des TAR zu beantragen.

Hinsichtlich der Durchführung des ersten Abschnittes der Abwasserkanalisation spricht sich der Vorstand gegen die Beauftragung von Paradiso Costruzioni srl und Carolina D srl aus. Diesbezüglich ist ein Verfahren anhängig (R.G. 1010/2018) und noch nicht abschließend beschieden. Die nächste Anhörung ist zum 28.10.2020 terminiert.  Das Urteil wird festlegen, wer für die Fertigstellung der Kanalisationsarbeiten verantwortlich ist. Ebenfalls wird beschieden werden, ob die Baugenehmigungen, die von der Gemeindeverwaltung den oben genannten Unternehmen erteilt wurden, rechtskonform sind. Im Falle eines für die Gemeinschaft CP positiven Urteils sollte nach Ausschreibung die Beauftragung eines Unternehmens erfolgen, das sowohl in technischer als auch in finanzieller Hinsicht den Vorgaben für ein so wichtiges öffentliches Bauvorhaben genügt.

In Erwartung der Entscheidung des TAR, und unter Vermeidung eines auch noch so geringfügigen Anlasses, der zu einem weiteren Aufschub führen könnte, erneuert der Vorstand seinen Vorschlag bezüglich der Fertigstellung der Kläranlage.

Der Vorstand der Gemeinschaft CP

Costa Paradiso, den 24. August 2020

 

 

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